Zur Bildung neuer Flurstücke

Grundstücksvermessung

Um neue Flurstücke bilden zu können, gibt es in der Regel 3 verschiedene Vorgehensweisen. Die Sonderung, die einfache Bildung neuer Grenzen oder die Erfassung der neuen und alten Grenzen.

Welche der 3 Varianten im Einzelnen angewandt werden sollte, richtet sich dabei nach den örtlichen Gegebenheiten. Wir besprechen Ihr Anliegen gerne mit Ihnen vor Ort.

Sonderung - Grundstückvermessung

Sonderung - keine örtliche Vermessung erforderlich

  • Bildung der neuen Grenze ausschließlich in der amtlichen Karte
  • keine örtliche Überprüfung und Abmarkung der neuen und alten Grenze
  • die neuen und alten Grundstücksflächen werden nur mit eingeschränkter Genauigkeit ermittelt
  • nur möglich, wenn die alten Grenzen mit hoher Genauigkeit bereits im Kataster bestimmt sind, andernfalls ist vorab eine Grenzfeststellung erforderlich
  • die Grenzpunkte können nachträglich durch gesonderten Antrag auf Grenzfeststellung örtlich gekennzeichnet und abgemarkt werden
  • die Abrechnung erfolgt nach der Kostenordnung für das amtliche Vermessungswesen (KOVerm) und richtet sich nach dem Bodenrichtwert und der Anzahl der neuen Grenzpunkte
Einfache örtliche Vermessung - Grundstücksvermessung

Einfache örtliche Vermessung - Bildung der neuen Grenze

  • in der Örtlichkeit wird die neue Grenze festgelegt und abgemarkt
  • die alten Grenzpunkte des zu teilenden Grundstücks werden nicht vollständig ermittelt
  • deshalb kann auch die Grundstücksfläche nur mit eingeschränkter Genauigkeit ermittelt werden
  • die Abrechnung erfolgt nach der Kostenordnung für das amtliche Vermessungswesen (KOVerm) und richtet sich nach der Anzahl der neuen Grenzpunkte sowie dem Bodenrichtwert
Vollständige Erfassung -  Grundstücksvermessung

Vollständige Erfassung - Ermittlung der alten und neuen Flurstücksgrenzen

  • die alten Grenzpunkte werden aufgesucht, überprüft und gegebenenfalls wiederhergestellt
  • die neu zu bildende Grenze wird örtlich durch Grenzmarken gekennzeichnet
  • es erfolgt eine genaue Ermittlung der Grundstücksflächen
  • die Abrechnung erfolgt nach der Kostenordnung für das amtliche Vermessungswesen (KOVerm) und richtet sich nach der Anzahl der aufzusuchenden Grenzpunkte sowie dem Bodenrichtwert

Grenzfeststellung

Grundstücksvermessung

Gerade bei älteren Flurstücken sind oft die ehemals gesetzten Grenzsteine nicht mehr zu erkennen oder gänzlichen verloren gegangen.

In diesen Fällen

  • suchen wir für Sie auf Grundlage des alten Katasternachweises die Grenzsteine vor Ort wieder auf
  • vergleichen diese mit den örtlich sichtbaren Grenzeinrichtungen (wie z.B. Zäunen, Hecken, etc.)
  • stellen unter Berücksichtigung der Aussagen der Beteiligten die Grenze örtlich fest

und beurkunden den Verlauf der Grenze in einem hoheitlichen Grenzdokument.

Bei fehlenden Grenzsteinen können diese auf Ihren Antrag hin in der Örtlichkeit wieder hergestellt und somit sichtbar gemacht werden.

Ansprechpartner

F. Bensmann

F. Bensmann
+49 541 96387-41
bensmann@vermessung-osnabrueck.de